Stand 23.10.2026: Letze Chance für PV-Bundesförderung 2026 abgelaufen
Mit 22.10.2026 wurde der letzte Fördercall für 2026 beendet. Wir halten Sie zu weiteren Förderungen auf dem Laufenden.
Für Förderungen im Jahr 2027 stehen noch keine detaillierten Infos zur Verfügung.
Planen Sie schon eine PV-Anlage für 2027?
Tipp: Machen Sie sich bereits jetzt Gedanken zu Anlagengröße, Speicherbedarf und informieren Sie sich zu erforderlichen Genehmigungen. Beantragen Sie zudem den Einspeisezählpunkt bei Ihrem Netzbetreiber möglichst frühzeitig.
PV- und Speicherförderung Österreich 2026 im Überblick
- Die Bundesförderung unterscheidet vier Leistungsklassen (Kategorien A–D) für Photovoltaikanlagen.
- Stromspeicher werden im Rahmen der Bundesförderung nur gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage gefördert.
- Der beantragte Stromspeicher muss mindestens 0,5 kWh Speicherkapazität je kWp beantragter PV-Leistung aufweisen. Gefördert werden maximal 50 kWh.
- Die Fördersätze 2026 betragen:
- PV bis 10 kWp (Kat. A): 150 €/kWp
- PV > 10–20 kWp (Kat. B): 140 €/kWp
- PV > 20–100 kWp (Kat. C): max. 130 €/kWp im Bieterverfahren
- PV > 100–1.000 kWp (Kat. D): max. 120 €/kWp im Bieterverfahren
- Stromspeicher: 150 €/kWh bis max. 50 kWh förderfähiger Speicherkapazität
- Made-in-Europe-Bonus: Für förderfähige Komponenten aus europäischer Wertschöpfung sind Zuschläge möglich: jeweils 10 % für PV-Module und Wechselrichter sowie 10 % für Stromspeicher. Bei der PV-Anlage sind damit insgesamt bis zu 20 % zusätzlicher Zuschlag möglich.
- Der Investitionszuschuss ist grundsätzlich auf einen Anteil der förderfähigen Investitionskosten begrenzt. Maßgeblich sind die für den jeweiligen Förderfall geltenden Bedingungen.
- Der erstmalige Antrag auf Investitionszuschuss muss vor Inbetriebnahme der Anlage erfolgen.
- Im Rahmen der Tiroler Wohnhaussanierung beträgt der Einmalzuschuss für PV-Anlagen 50 % der förderbaren Kosten, maximal 125 €/kWp.
Speicherförderung Tirol 2026
Das Land Tirol fördert 2026 die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit netzdienlichen Batteriespeichern sowie die Erweiterung bestehender Speichersysteme mit 100 €/kWh, begrenzt auf 10 kWh bzw. maximal 1.000 €.
Die Förderung ist budgetabhängig. Aufgrund der hohen Nachfrage hat das Land Tirol im September 2026 eine Aufstockung der Mittel angekündigt.
Zusätzliche TIWAG-Speicherförderung
TIWAG fördert Batteriespeicher mit 100 €/kWh bis maximal 1.000 €. Voraussetzung sind unter anderem ein Stromliefervertrag mit TIWAG flex privat bzw. flex business, ein TIWAG-Einspeisevertrag sowie die Nutzung von TIWAG-smart flex. Die Förderung ist budgetbegrenzt und wird über zwei Jahre monatlich gutgeschrieben.
Welche Förderung passt zu welchem PV-Projekt?
Welche Förderung relevant ist, hängt vor allem davon ab, ob eine neue Anlage errichtet, eine bestehende Anlage erweitert oder ein Stromspeicher nachgerüstet werden soll.
- Neue PV-Anlage in Österreich: EAG-Bundesförderung prüfen.
- PV-Anlage mit neuem Speicher: EAG-Bundesförderung prüfen; der Speicher wird nur gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten PV-Anlage gefördert.
- Bestehende PV-Anlage in Tirol mit Speicher-Nachrüstung: Tiroler Speicherförderung prüfen.
- PV-Anlage auf einem bestehenden Wohnhaus in Tirol: Förderung im Rahmen der Tiroler Wohnhaussanierung prüfen.
- Gewerbe, Landwirtschaft oder größere Anlagen: Je nach Anlagenleistung sind insbesondere die Kategorien C und D sowie das jeweilige Bieterverfahren zu berücksichtigen.
Fördercalls 2026 im Überblick
Für Photovoltaikanlagen und gemeinsam beantragte Stromspeicher sind 2026 drei Fördercalls vorgesehen:
| Fördercall 2026 | Zeitraum | Kat. A bis 10 kWp |
Kat. B > 10–20 kWp |
Kat. C > 20–100 kWp |
Kat. D > 100–1.000 kWp |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Call abgelaufen |
23. April – 11. Mai 2026 | 5 Mio. € | 5 Mio. € | 15 Mio. € | 15 Mio. € |
| 2. Call abgelaufen |
16. Juni – 30. Juni 2026 | 2 Mio. € | 2 Mio. € | 4 Mio. € | 4 Mio. € |
| 3. Call abgelaufen |
8. Oktober – 22. Oktober 2026 | 2 Mio. € | 2 Mio. € | 2 Mio. € | 2 Mio. € |
In Summe stehen 2026 60 Mio. Euro Bundesmittel für PV- und Speicherprojekte zur Verfügung.
Für die Reihung gilt: In den Kategorien A und B entscheidet der Zeitpunkt der Ticketziehung. In den Kategorien C und D wird vorrangig nach dem beantragten Förderbedarf in €/kWp gereiht.
PV-Förderung Tirol 2026: Förderung im Rahmen der Wohnhaussanierung
Für Photovoltaikanlagen an bestehenden förderungsfähigen Wohnhäusern in Tirol besteht 2026 zusätzlich eine Fördermöglichkeit im Rahmen der Wohnhaussanierung.
- Der Einmalzuschuss beträgt 50 % der förderbaren Kosten.
- Die Förderung ist mit maximal 125 €/kWp begrenzt.
- Gefördert werden maximal 20 kWp Gesamtleistung der PV-Anlage.
- Die Förderung betrifft Photovoltaikanlagen auf oder in unmittelbarer Nähe eines bestehenden förderungsfähigen Wohnhauses.
- Für die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit einem netzdienlichen Batteriespeicher besteht daneben die eigene Tiroler Speicherförderung.
- Ob mehrere Förderungen kombiniert werden können, ist anhand der für das konkrete Projekt geltenden Förderbedingungen zu prüfen.
Beispiel: mögliche Förderung für eine 10-kWp-PV-Anlage mit Speicher
Bei einer Photovoltaikanlage mit 10 kWp fällt das Projekt in Kategorie A. Der Fördersatz der EAG-Bundesförderung beträgt 2026 150 €/kWp. Daraus ergibt sich für die PV-Anlage ein rechnerischer Investitionszuschuss von 1.500 € vor einem möglichen Made-in-Europe-Bonus und unter Berücksichtigung der jeweils geltenden Fördergrenzen.
Wird gemeinsam mit der PV-Anlage ein förderfähiger Stromspeicher errichtet, beträgt der Fördersatz 150 €/kWh. Der Speicher muss dabei mindestens 0,5 kWh je kWp beantragter PV-Leistung aufweisen.
Die tatsächlich mögliche Förderung hängt unter anderem von Anlagenleistung, förderfähigen Kosten, Speichergröße, verwendeten Komponenten und den für das konkrete Projekt geltenden Förderbedingungen ab.
Was Sie vor dem nächsten Fördercall vorbereiten sollten
Wer den nächsten Fördercall nutzen möchte, sollte das PV-Projekt bereits vor Beginn der Ticketziehung vorbereiten. Insbesondere folgende Punkte sollten geklärt sein:
- Anlagengröße festlegen: Dachfläche, Stromverbrauch und mögliche PV-Leistung prüfen.
- Speicherbedarf klären: Prüfen, ob ein Stromspeicher technisch und wirtschaftlich zum Projekt passt.
- Einspeisezählpunkt vorbereiten: Zum Zeitpunkt der Ticketziehung muss zumindest ein entsprechendes Angebot des Netzbetreibers vorliegen.
- Genehmigungen klären: Erforderliche Anzeigen, Genehmigungen und Bewilligungen müssen bereits zum Zeitpunkt der Ticketziehung vorliegen.
- Förderweg festlegen: Prüfen, welche Bundes- oder Landesförderung für das konkrete Projekt in Betracht kommt.
- Antragsdaten vorbereiten: Das Ticket sichert den Einreichzeitpunkt, der eigentliche Antrag muss anschließend innerhalb des Fördercalls vervollständigt werden.
Von der Planung bis zur Umsetzung Ihrer PV-Anlage
IPSG unterstützt bei der technischen Planung und Umsetzung von Photovoltaik- und Speicherprojekten und berücksichtigt dabei die für das konkrete Projekt relevanten Fördermöglichkeiten.
- Erste Einschätzung von Dachfläche, Verbrauch und gewünschter Speicherlösung
- Dimensionierung der Photovoltaikanlage und gegebenenfalls des Stromspeichers
- Vorbereitung bzw. Abstimmung des Einspeisezählpunkts
- Prüfung relevanter Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei den erforderlichen Projektunterlagen
- Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation der Anlage
PV-Projekt für den nächsten Fördercall vorbereiten
Sie planen eine neue Photovoltaikanlage, eine Erweiterung oder einen Stromspeicher? Für eine erste Einschätzung Ihres Projekts helfen uns insbesondere folgende Angaben:
- geplante oder gewünschte Anlagengröße
- Objektart, zum Beispiel Einfamilienhaus, Gewerbe oder Landwirtschaft
- Gemeinde bzw. Projektstandort
- ob ein Stromspeicher geplant ist
- ob bereits ein Einspeisezählpunkt beantragt oder vorhanden ist
Häufige Fragen zur PV- und Speicherförderung 2026
Wann muss ich den Förderantrag für die PV-Förderung 2026 stellen?
Der erstmalige Antrag auf Bundesförderung muss vor Inbetriebnahme der Anlage gestellt werden. Beim 3. Fördercall startet zunächst am 8. Oktober die Ticketziehung; der Antrag kann anschließend ab 9. Oktober vervollständigt werden.
Kann ich Bundesförderung und Wohnhaussanierung Tirol kombinieren?
Eine Kombination unterschiedlicher Förderungen ist anhand der jeweils geltenden Richtlinien zu prüfen. Grundsätzlich ist eine Kombination der beiden Förderung bei Neuanlagen NICHT ausgeschlossen.
Wie hoch ist die Förderung für Stromspeicher 2026?
Im Rahmen der Bundesförderung beträgt der Fördersatz 150 €/kWh bei maximal 50 kWh förderfähiger Speicherkapazität. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Speicher gemeinsam mit einer neuen oder erweiterten Photovoltaikanlage beantragt wird.
Welche Speicherförderung gibt es 2026 in Tirol?
Das Land Tirol fördert die Nachrüstung bestehender PV-Anlagen mit netzdienlichen Batteriespeichern sowie Speichererweiterungen mit 100 €/kWh bis maximal 10 kWh bzw. 1.000 €. Die Förderung ist budgetabhängig.
Welche Leistungsklassen werden 2026 gefördert?
Die Bundesförderung erfolgt in vier Leistungsklassen: bis 10 kWp, über 10–20 kWp, über 20–100 kWp und über 100–1.000 kWp. In den Kategorien C und D gilt ein Bieterverfahren.
Was sollte ich bei der zeitlichen Planung meiner PV-Anlage beachten?
Genehmigungen und zumindest ein Angebot für den Einspeisezählpunkt müssen bereits zur Ticketziehung vorliegen. Die Projektvorbereitung sollte daher nicht erst mit Beginn des Fördercalls starten.
Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Förderbedingungen und verfügbare Budgets können sich ändern. Die Informationen ersetzen keine individuelle rechtliche oder steuerliche Beratung.
Quellen & weiterführende Informationen
EAG-Förderabwicklungsstelle – 3. Fördercall 2026 für Photovoltaik und Speicher
EAG-Förderabwicklungsstelle – Förderkalender 2026
EAG-Förderabwicklungsstelle – Investitionszuschuss Photovoltaik und Speicher
EAG-Investitionszuschüsseverordnung-Strom
Land Tirol – Förderung von netzdienlichen Stromspeichersystemen
Land Tirol – Photovoltaik-Anlagen im Rahmen der Wohnhaussanierung